Yet Another Zombie Survivors im Test: Drei Leute, eine verdammt schlechte Nacht
Ein üppiges Bullet Heaven mit Truppaufbau und genug Entscheidungen, damit die nächste Apokalypse nach deiner ganz eigenen schlechten Idee aussieht.
Redaktion von Zombie Defence ·
Basierend auf offizieller PC-Dokumentation und Gameplay-Bildmaterial.
Die Zombieapokalypse hat ein Personalproblem. Ein Überlebender bringt eine Waffe mit. Drei bringen eine völlig unvernünftige Menge Feuerkraft, ein paar fragwürdige Erfindungen und jemanden, der ein Schwert für eine vernünftige Antwort hält.
Genau dieses kleine Team ist die beste Idee von Yet Another Zombie Survivors. Die Ausrüstung eines Charakters verändert, was du vom nächsten Rekruten brauchst. Nach einem Lauf gibt es dann gute Gründe, die ganze Zusammenstellung wieder umzubauen.
Die PC-Version lässt sich Spielern leicht empfehlen, die aus einem vielversprechenden Build einen völlig absurden machen wollen. Rechne mit Wiederholungen, etwas Arbeit beim Freischalten und einem Bildschirm, auf dem ordentlich etwas los sein kann.

Der Trupp ist dein Build
Du startest mit einem Überlebenden, bewegst dich durch eine Arena und baust deine Kampfmaschine auf, während der Druck steigt. Über SOS-Rettungen rekrutierst du Verbündete für einen Trupp aus bis zu drei Personen; allein oder zu zweit zu bleiben geht ebenfalls. Waffen können automatisch zielen und feuern. Du kümmerst dich um Bewegung, Beute und Verbesserungen.
Die spannende Frage ist, was deinem Team noch fehlt. Mehr Schaden? Etwas gegen die Menge? Ein Charakter, dessen Unterstützung die vorhandenen Mitglieder stärkt? Ein Rekrut bringt ein ausbaufähiges Fähigkeitenset mit, nicht einfach einen weiteren Lebensbalken. Damit hat jede Wahl mehr Sinn als nur die größte Zahl herauszupicken.
Die Vollversion bietet neun Überlebende. Ghost setzt auf schneidenden Nahkampf, Ranger kombiniert Armbrust und tierische Begleiter mit Heilung und Gruppenboni. Mechanic kann die Fähigkeiten des Trupps stärken. Diese Rollen liefern einen guten Ausgangspunkt, bevor einzelne Waffen, Entwicklungen und Synergien den Plan anspruchsvoller machen.
Bessere Entscheidungen als weitere 5 Prozent
Die interessantesten Optionen verändern das Verhalten. Ein offizieller Verbesserungsbildschirm zeigt eine Geschützturm-Entwicklung, die Gegner provoziert, neben Upgrades für Schrotflinte, Gewehr und Explosivpfeile. Mehr Schaden hilft; die Horde woanders hinzulocken löst ein anderes Problem. Lies die Wirkung, bevor du nur der Farbe folgst.
Dauerhafte Charakterbäume erweitern diese Auswahl mit der Zeit. Fähigkeiten erhalten alternative Entwicklungen, und Schadenstyp-Tags belohnen passende Kombinationen. SWATs Trainingsbildschirm bietet beispielsweise Hubschrauber-Entwicklungen mit chemischen Granaten oder unterstützendem Beschuss. Das bietet einen stärkeren Anreiz zum Weiterspielen, als endlos dieselbe Waffe aufzupolieren.
Mehrere Charaktere gleichzeitig auszubauen hat seinen Preis: Du musst mehr Zusammenhänge verstehen, und mehr Verbesserungen konkurrieren darum, deinen Wunsch-Build zu vervollständigen. Gib jedem Rekruten zunächst eine klare Aufgabe. Die Horde prüft liebend gern, welche Stelle noch unbesetzt ist.


Du kannst selbst zielen
Automatische Kämpfe sind ein bequemer Einstieg, aber nicht die einzige Spielweise. Auf dem PC kannst du nur mit dem Anführer oder mit dem ganzen Team manuell zielen; automatisches Feuern lässt sich separat einstellen. So bleibt der entspannte Schussrhythmus erhalten, während du stärker bestimmst, wohin die Kugeln fliegen.
Das ist ein sinnvoller Mittelweg, wenn du gern eine Schadensmaschine zusammenbaust, sie aber selbst auf ein Problem richten möchtest. Positionierung bleibt wichtig. Du brauchst weiterhin einen Weg durch die Menge. Die eindrucksvollste Waffenkombination wirkt weniger eindrucksvoll, wenn dem Trupp der sichere Boden ausgeht.
Ein Camp, zu dem du gern zurückkehrst
Ein gescheiterter Versuch beendet den aktuellen Build, nicht das gesamte Vorhaben. Geld, Charakterspezialisierung und dauerhafte Freischaltungen helfen beim nächsten Anlauf. Allgemeines und charakterbezogenes Training geben langfristige Ziele vor; zurücksetzbare Verbesserungen lassen Raum für einen Richtungswechsel.
Das Camp gibt diesem Fortschritt Gesichter. Im Besprechungsraum bekommst du Missionen, während Gespräche und Funksprüche die Pausen zwischen Kämpfen füllen. Erledigte Missionen verbessern Team Bond, den dauerhaften Bonus auf Geld- und Spezialisierungserträge, der zuvor Friendship hieß.
Für einen Arcade-Trupp ist das ein passendes Zuhause: genug Persönlichkeit, damit sich die Rückkehr lohnt, und eine Schnellstartoption namens Quick Run, wenn du lieber sofort wieder schießen möchtest.
Der Haken: Fortschritt verlangt wiederholte Besuche. Ranger wird erst auf Überlebenslevel 175 freigeschaltet. Die komplette Spielzeugkiste steht also nicht sofort bereit. Camp-Missionen sind optional; mach nicht jede Sitzung zur Hausaufgabe.

Such dir deine Art von Wahnsinn aus
Verschiedene Modi geben deinem Build sinnvolle Aufgaben. Endurance erhöht nach zwanzig Minuten den Druck mit Elite-Bossen. Infinite hebt das Gegenstandslimit für wildere Kombinationen auf, deaktiviert aber die meisten Erfolge. Entscheide, ob das Spiel ernsthaft zurückschlagen oder deine Maschine herrlich außer Kontrolle geraten darf.
Boss Rush setzt einen anderen Schwerpunkt: zehn Minuten aufbauen, dann gegen den Hauptboss des Gebiets antreten. Auch Arenagefahren verhindern, dass jede Karte nur eine leere Fläche ist. Dead Terminal hat Züge, Bio Lab gefährliche Dekontaminationszonen. Der bequeme Weg kann einen ausgesprochen entschiedenen Einwand mit sich bringen.
Diese Varianten helfen. Im Kern geht es aber immer wieder um Bewegung, Verbesserungen und das Überleben in einer Menge. Klingt dieser Rhythmus schon ermüdend, werden zusätzliche Missionen und größere Zahlen daran wahrscheinlich wenig ändern.


Ganz ohne Reibung geht es nicht
Missionsziele können deinem Wunsch-Build in die Quere kommen, besonders wenn ein bestimmter Gegenstand auftauchen muss. Update 1.0.1 führte für solche benötigten Gegenstände ein System ein, das Pech bei der Auswahl abfedert.
Das ist eine hilfreiche Korrektur, doch Zufall bleibt Teil des Pakets. Über das Missionsprotokoll kannst du ein Ziel erneut angehen, statt jeden Versuch daran auszurichten. Ein fehlender Gegenstand muss nicht deinen ganzen Abend bestimmen.
Die offiziellen Kampfbilder zeigen auch den visuellen Preis: Gegner, Effekte und Ausrüstungsanzeigen wollen gleichzeitig Aufmerksamkeit. Einstellbare Effekttransparenz und Oberflächenskalierung sind deshalb willkommen. Ein früher Blick in die Optionen lohnt sich, bevor du deinen Augen vorwirfst, nicht jede Explosion verfolgen zu können.
Vor allem gehört der dreiköpfige Trupp dir allein. Diese PC-Version ist ein Einzelspielerspiel; Multiplayer ist weiterhin nicht zugesagt. Kauf es nicht in der Erwartung, zwei Freunden die übrigen Figuren zu geben.
Ein unkompliziertes PC-Paket
Die Steam-Version verließ am 20. August 2026 den Early Access. Diese Bewertung umfasst die veröffentlichte PC-Version bis zum stabilen Hotfix 1.0.1b, nicht die separate öffentliche Beta. Steam führt Windows als native PC-Plattform auf.
Das Hauptspiel ist kostenpflichtig, eine Steam-Demo kostenlos. Der separat verkaufte Soundtrack enthält optionale Musik; er ist kein Charakter- oder Fortschrittskauf. Gameplay-Inhalte schaltest du durch das Spielen des Hauptspiels frei.
Der Wiederspielwert entsteht durch das Kennenlernen des Kaders und neue Builds in unterschiedlichen Modi. Deshalb ist die Demo besonders nützlich: Sie zeigt dir, ob du den Grundrhythmus magst, bevor du dich auf die längere Freischaltjagd einlässt.
Stärken
- Trupprollen machen die Rekrutierung zum Teil des Builds.
- Charakterbäume, Entwicklungen und Modi tragen viele neue Experimente.
- Automatische Steuerung und optionales manuelles Zielen passen zu unterschiedlichen Vorlieben.
- Das Camp liefert Persönlichkeit und Ziele, ohne vor jedem Lauf einen Besuch zu verlangen.
Schwächen
- Der komplette Kader und seine Optionen verlangen wiederholte Läufe.
- Zufällige Missionsgegenstände können einen Wunsch-Build ausbremsen.
- Das dichte Kampfgeschehen verlangt gute Positionierung und passende Anzeigeeinstellungen.
- Nur Einzelspieler; der Trupp ist kein Koop-Team.
Für wen geeignet
- Greif zu, wenn Teamaufbau und wiederholte Build-Experimente den Reiz ausmachen.
- Gut geeignet, wenn du automatisches Schießen mit optionalem manuellem Zielen möchtest.
- Weniger passend für gemeinsame Koop-Runden, eine Survival-Sandbox oder sofortigen Zugriff auf alle Build-Optionen.
Fazit
Yet Another Zombie Survivors überzeugt durch seinen Trupp. Rekrutierung, Spezialisierung und unterschiedliche Modi geben der bekannten Hordenschleife genug Entscheidungen für lange Experimentierphasen. Das Camp verleiht ihnen Persönlichkeit. Der Haken ist ebenso vertraut: Du musst Lust haben, die Schleife noch einmal zu spielen.
Die Build-Tiefe trägt die Bewertung. Freischaltarbeit, unruhige Bilder und umständliche Missionsziele halten das Spiel von der Spitze fern. Flexible Steuerung und dauerhafter Fortschritt machen diesen Trupp trotzdem zu einer überzeugenden langfristigen Begleitung.
PC-Hauptspiel (Steam)
Testwertung: 8.7 / 10
- Kampf
- 8.7 / 10
- Fortschritt
- 8.9 / 10
- Bedienbarkeit
- 8.6 / 10
- Gegenwert
- 8.4 / 10
Windows-PC; Einzelspieler.
Kostenpflichtiges Hauptspiel mit kostenloser Demo; Soundtrack separat erhältlich.
Vollversion seit 20. August 2026. Geprüft bis zum stabilen Hotfix 1.0.1b vom 23. September 2026.
Konsolenfassungen werden von dieser PC-Wertung nicht erfasst.
Die Testwertung ist der Mittelwert der anwendbaren Werte für Kampf, Fortschritt, Bedienbarkeit und Gegenwert, einmal auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Eignung für eine Vergleichsliste zählt nicht dazu.
Kann ich manuell zielen und schießen?
Ja. Auf dem PC gibt es manuelles Zielen für den Anführer oder das ganze Team sowie eine separate Einstellung für automatisches Feuern in den Steuerungsoptionen. Automatisches Zielen und Schießen bleiben verfügbar.
Können drei Personen gemeinsam den Trupp spielen?
Nein. Die bewertete PC-Edition ist ein Einzelspielerspiel. Du steuerst den Trupp; die drei Überlebenden stehen nicht für drei menschliche Spieler.
Was bleibt nach einem gescheiterten Lauf erhalten?
Dein dauerhafter Fortschritt bleibt bestehen, darunter allgemeines Training, Charakterspezialisierung und freigeschaltete Inhalte. Die während des Versuchs zusammengestellten Waffen, Gegenstände und Verbesserungen baust du im nächsten Lauf neu auf.
Was mache ich im Camp?
Du nimmst Missionen an oder greifst sie erneut auf, öffnest Fortschrittsmenüs und verfolgst Gespräche sowie Funksprüche. Abgeschlossene Missionen verbessern Team Bond. Mit Quick Run startest du direkt den nächsten Versuch.
Zählt Infinite für jeden Erfolg?
Nein. Infinite hebt das Gegenstandslimit auf, deaktiviert aber die meisten Erfolge. Endurance bietet steigenden Überlebensdruck. Prüfe vor der Moduswahl, welche Fortschrittsbedingungen du erfüllen möchtest.
Brauche ich DLC für die Charaktere?
Für das bewertete Steam-Hauptspiel ist kein Charakter-DLC gelistet. Überlebende werden spielerisch freigeschaltet; der separat verkaufte Soundtrack ist optional. Vor dem Kauf steht eine kostenlose Demo bereit.
Quellen
- PC-Veröffentlichung, Hauptspiel, Demo, Einzelspieler und offizielle Bildergalerie ·
- Offizieller Überblick zu Trupp, Camp und Vollversion ·
- Vollversion: Ranger, fünfter Rang, Camp und Boss Rush ·
- Entwicklerrückblick: Spezialisierung, Entwicklungen und Komfortoptionen ·
- Update 0.9: Endurance, Infinite, Dead Terminal und Fortschrittsmenü ·
- Update 1.0.1: Pechschutz für Missionsgegenstände und Steuerungsverbesserungen ·
- Hotfix 1.0.0c: Team Bond ersetzt Friendship und Änderungen am Missionsprotokoll ·
- Stabiler Hotfix 1.0.1b vom 23. September 2026 ·
- September-Entwicklerbericht: optionale Missionen, geplantes Prestige und Multiplayer-Status ·
- Entwicklerbestätigung: manuelles Zielen für Anführer oder ganzes Team ·
- Entwicklerbestätigung: getrennte Einstellungen für automatisches Zielen und Feuern ·