Zombie Waves im Test: ein Daumen, zwei Verpflichtungen
Der Einstieg ins Schießen ist leicht. Schwieriger ist die Frage, welche Verbesserungen deine Aufmerksamkeit, Ressourcen und dein Geld verdienen.
Zombie Defence Editorial ·
Basierend auf offiziellen Informationen und Gameplay-Bildern der Mobilversionen.
Zombie Waves gibt deinem Daumen eine überschaubare Aufgabe: Halte einen Überlebenden aus einem ziemlich überfüllten Grab heraus. Dein Kopf bekommt den längeren Auftrag. Hinter jedem reizvollen Upgrade wartet die nächste Frage zu Feuerkraft, Bewegung, Begleitern oder den Ressourcen in den Menüs.
Diese Aufteilung macht den mobilen Horden-Shooter interessant für alle, die gern an Builds tüfteln. Der kostenlose Download sagt allerdings wenig über das gesamte Erlebnis aus. Entscheidend ist, ob dir die Entscheidungen zwischen den Kämpfen genauso gefallen wie das Feuerwerk mittendrin.

Dein Daumen bestimmt den Fluchtweg
Einhändige Steuerung und automatisches Zielen nehmen präzise Kopfschüsse aus dem Mittelpunkt. Interessant wird stattdessen deine Position: Halte einen Ausweg offen, schätze heranrückende Gruppen ein und betrachte das nächste freie Stück Boden lieber nicht als dauerhaften Wohnsitz.
Gegner drängen sich um Gebäude, Geschosse kreuzen den Bildschirm und Sammelobjekte liegen auf dem Boden. Ein enger Durchgang kann die Horde bündeln, aber auch deinen Rückweg abschneiden. Die Zombies prüfen deinen Grundriss ausgesprochen gern, besonders wenn du dir nur einen einzigen Ausgang gelassen hast.
Bosse stellen andere Anforderungen an einen guten Build. Viele kleine Gegner abzuräumen und einem großen Ziel stetig Schaden zuzufügen sind zwei verschiedene Aufgaben. Der Butcher teilt seine Arena mit schwächeren Gegnern. Wer nur auf den größten Lebensbalken starrt, hat also weiterhin eine Horde am Hals.

Lies auch die rote Zahl
Dig In bringt den Reiz des Upgrade-Systems auf den Punkt. Du erhältst mehr Projektile und eine höhere Feuerrate, verlierst aber Bewegungstempo. Mehr Schaden kann Platz schaffen; ein langsamerer Überlebender hat weniger Spielraum, einen schlechten Fluchtweg zu korrigieren. Lies die rote Zahl, bevor du die grünen feierst.
Wähle ein Upgrade nicht nur, weil sein Rahmen teuer aussieht. Frage dich, woran dein Versuch gerade scheitert. Holen Gegner dich ein, braucht eine weitere Bewegungseinbuße einen guten Grund. Funktioniert dein Fluchtweg, aber die Ziele bleiben stehen, ergibt zusätzliche Feuerkraft deutlich mehr Sinn.
Hier wird der Katalog mit über 100 Roguelite-Fertigkeiten interessant. Menge allein bedeutet noch keine Tiefe. Eine Entscheidung gewinnt Gewicht, wenn ihr Vorteil deine Prioritäten verändert, ihr Nachteil spürbar bleibt und ein anderer Teil deines Builds sie sinnvoll unterstützen kann.

Lass deine Upgrades zusammenarbeiten
Das Säge-Upgrade koppelt die Anzahl seiner Sägen an deine Projektilzahl. Das ist eine nützlichere Einladung als ein weiterer isolierter Bonus: Eine Investition in einen Teil des Builds kann zugleich einen zweiten Effekt stärken, den du ohnehin einsetzen möchtest.
Achte beim Lesen der Beschreibungen auf solche Verbindungen. Hilft ein Projektil-Upgrade nur der Waffe oder auch einem anderen Effekt? Verbesserst du den Angriff, der deinen Weg tatsächlich freiräumt? Die für sich genommen beeindruckendste Option ist nicht automatisch die beste Ergänzung zu deinem bisherigen Aufbau.
Darin steckt ein reizvolles kleines Konstruktionsrätsel. Ein Build, der von einer Entscheidung mehrfach profitiert, wirkt durchdachter als eine Einkaufstüte voller leuchtender Symbole. Außerdem gibt er dir einen Anlass, einen misslungenen Versuch zu verstehen, statt sofort deinem Daumen die Schuld zu geben.

Der Versuch endet, die Sammlung bleibt
Helden, Ausrüstung und anpassbare Roboterbegleiter geben dem nächsten Versuch eine Grundlage jenseits deiner letzten Fertigkeitsauswahl. Der Reiz liegt darin, einen vertrauten Aufbau weiterzuentwickeln und zu beobachten, wie ein neuer Durchlauf damit zusammenspielt. Diese Entwicklung soll dich länger begleiten.
Trenne dabei zwei Fragen. Ist der Build gescheitert, weil seine Entscheidungen gegeneinander arbeiten, oder braucht deine grundlegende Ausrüstung mehr Aufmerksamkeit? Ohne diese Unterscheidung verbrauchst du womöglich Ressourcen, erhöhst eine Zahl und lässt das eigentliche Problem putzmunter weiterleben.
Stufenbelohnungen geben jedem Versuch ein Ziel, während die Lobby Kaufangebote in die Nähe der Vorbereitung rückt. Verwaltung zwischen den Kämpfen gehört zum Konzept. Wenn jeder Neustart für dich ein weitgehend eigenständiges Experiment sein soll, kann sich dieser dauerhafte Unterbau wie zusätzliche Büroarbeit anfühlen.

Mehr Modi, aber bitte mit Auswahl
Überleben bildet den Ausgangspunkt; Wettkampfaktivitäten und ein serverübergreifender Team-up-Modus erweitern das Angebot. Wähle die Team-up-Aktivität für gemeinschaftliches Spiel und nutze gewöhnliche Überlebensversuche, um einen Build kennenzulernen. Unterschiedliche Gründe zum Einloggen verdienen schließlich auch unterschiedliche Erwartungen.
Fahrzeugduelle wechseln vom Überlebenden zu Fuß zu bewaffneten Fahrzeugen, die sich auf der Straße beschießen. Solche Abstecher geben deiner Sammlung einen weiteren Zweck. Sie können aber auch von dem einfachen Vergnügen ablenken, das dich hergeführt hat: Upgrades wählen und eine Lücke in der Horde finden.
Meine Empfehlung beginnt mit einer Frage: Würdest du die eigentlichen Kämpfe auch ohne Eventbelohnung wiederholen? Falls ja, haben zusätzliche Modi eine solide Grundlage, die sie erweitern können. Falls nein, dürfte eine noch längere Aufgabenliste das Problem kaum lösen.

Kostenlos anfangen, Grenzen setzen
Zombie Waves lässt sich in beiden mobilen Stores kostenlos herunterladen. Werbung, In-App-Käufe und Zufallsgegenstände gehören dazu. So kannst du die Kämpfe unkompliziert ausprobieren. Ein Ausgabenlimit legst du trotzdem besser fest, bevor neben deinem nächsten Wunsch-Upgrade ein verlockendes Angebot auftaucht.
Gib dem grundlegenden Spielablauf mehrere Chancen, bevor du Geld in die Sammlung steckst. Beurteile ein Upgrade danach, welches Problem es löst: Stärkt es einen Build, der dir gefällt, oder kaufst du aus Frust über den letzten Versuch? Das sind sehr unterschiedliche Gründe, den Shop zu öffnen.
Setze dir neben dem Geldbudget auch ein Zeitbudget. Nebenaktivitäten und Kontobelohnungen sind nur hilfreich, solange sie dir mehr Freude bringen. Lass gelegentlich eine Belohnung ausfallen. Das Überleben der Apokalypse sollte nicht zum nächsten Termin werden, den du widerwillig wahrnimmst.
Welche Mobilversion passt?
Die native Android-Version findest du bei Google Play, die iPhone- und iPad-Version in Apples Store. Letztere benötigt derzeit iOS oder iPadOS 15.0 oder neuer. Auch die Website des Publishers verlinkt die mobilen Downloads und hilft dir damit, die richtige App zu finden.
Auf dem Smartphone ist die einhändige Steuerung der wichtigste Anreiz; dieselben vollen Schlachtfelder geben einem größeren Bildschirm reichlich zu zeigen. Wähle das Gerät, zu dem du regelmäßig zurückkehren wirst. Ein Spiel rund um eine wachsende Sammlung sollte bequem in deinen Alltag passen.
Stärken
- Einfache Bewegungssteuerung lässt Raum für Positionierung und Upgrade-Entscheidungen.
- Verknüpfte Fertigkeiten bieten mehr als bloße Schadenssteigerungen.
- Helden, Roboter und Ausrüstung ermöglichen einen vertrauten langfristigen Aufbau.
- Bosse und Nebenaktivitäten stellen diesen Aufbau vor unterschiedliche Aufgaben.
Schwächen
- Dauerhafte Upgrades bringen Verwaltung über den einzelnen Überlebensversuch hinaus.
- Werbung, Käufe und Zufallsgegenstände erschweren die Einschätzung des Gegenwerts.
- Dichte Effekte und Schadenszahlen können die Übersicht beeinträchtigen.
- Starke Upgrades können Bewegungseinbußen mitbringen, die unachtsame Positionierung bestrafen.
Für wen geeignet
- Am besten für mobile Spieler, die Fertigkeitskombinationen und eine über mehrere Sitzungen wachsende Sammlung mögen.
- Weniger passend, wenn du eigenständige Durchläufe, einen einmaligen Kauf oder möglichst wenig Menüverwaltung suchst.
Fazit
Zombie Waves ist für eine bestimmte Art von Tüftler verlockend: für jemanden, der einfache Bewegungssteuerung und zunehmend anspruchsvolle Build-Entscheidungen sucht. Seine stärkste Idee ist die Verbindung zwischen deinen Entscheidungen im Kampf und der Entwicklung deines Aufbaus zwischen den Versuchen.
Die Empfehlung steht und fällt damit, ob dir diese zweite Ebene gefällt. Fang kostenlos an, verstehe deinen Build und trenne Ausgaben vom Impuls, einen enttäuschenden Versuch zu retten. Wenn diese Grenzen für dich passen, steckt unter dem ganzen Zombie-Konfetti eine reizvolle kleine Werkstatt.
Android-Version
Testwertung: 8.0 / 10
- Kampf
- 8.7 / 10
- Fortschritt
- 8.6 / 10
- Bedienbarkeit
- 8.4 / 10
- Gegenwert
- 6.1 / 10
Native Android-Version; die geprüften Google-Play-Metadaten nennen Version 4.7.3. Enthält Werbung und In-App-Käufe. Kein Leistungstest auf Android durchgeführt.
Version für iPhone und iPad
Testwertung: 8.0 / 10
- Kampf
- 8.7 / 10
- Fortschritt
- 8.6 / 10
- Bedienbarkeit
- 8.4 / 10
- Gegenwert
- 6.1 / 10
Native iPhone-/iPad-Version; der geprüfte US-Store nennt Version 2.3.1 und iOS/iPadOS 15.0 oder neuer als Voraussetzung. Kostenloser Download mit In-App-Käufen. Offizielle iPad-Bilder; Aufnahmeversionen nicht angegeben.
Überblick über die regulären Mobilversionen
Testwertung: 8.0 / 10
- Kampf
- 8.7 / 10
- Fortschritt
- 8.6 / 10
- Bedienbarkeit
- 8.4 / 10
- Gegenwert
- 6.1 / 10
Überblick über die nativen Android- und iPhone-/iPad-Versionen. Die Publisher-Website ist keine eigenständige Browserportierung. Die Belege für Android und Apple bleiben getrennt zugeordnet.
Die Testwertung ist der Mittelwert der anwendbaren Werte für Kampf, Fortschritt, Bedienbarkeit und Gegenwert, einmal auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Eignung für eine Vergleichsliste zählt nicht dazu.
Ist Zombie Waves kostenlos spielbar?
Ja. Die offiziellen Mobilversionen sind kostenlos herunterladbar und bieten In-App-Käufe. Werbung und Käufe mit zufallsbestimmten Inhalten sind ausgewiesen. Ein kostenloser Einstieg bedeutet deshalb nicht, dass das gesamte Erlebnis ohne Kaufangebote auskommt.
Muss man selbst zielen?
Der Publisher nennt einhändige Steuerung und automatisches Zielen. Im Mittelpunkt stehen hier Positionierung und eine sinnvolle Kombination von Upgrades, statt jeden einzelnen Schuss manuell auszurichten.
Ist Zombie Waves ausschließlich ein Einzelspielerspiel?
Nein. Es gibt kooperative und kompetitive Aktivitäten, darunter einen serverübergreifenden Team-up-Modus. Schau dir diesen Modus für seine kooperativen Aktivitäten an.
Ersetzen Roboterbegleiter den Spieler?
Die offizielle Beschreibung stellt anpassbare Roboter als Kampfbegleiter vor. Sie gehören zum Build; Bewegung und die Auswahl sinnvoller Upgrades bleiben trotzdem deine Aufgaben.
Ist die Publisher-Website eine Browserversion?
Die Website verweist auf die nativen Android- und Apple-Versionen. Folge für das hier besprochene Mobilspiel dem passenden Store-Link und installiere die Version für dein Gerät.