Deep Rock Galactic: Survivor im Test: Grab dir den Fluchtweg frei
Die Waffen schießen von selbst. Durch welche Wand du verschwindest, musst du schon selbst entscheiden.
Zombie Defence Editorial Team ·
Basiert auf offizieller Dokumentation und Gameplay-Bildern.
Ein freies Stück Boden ist nützlich. Eine Wand, die sich in freien Boden verwandeln lässt, ist noch besser. Deep Rock Galactic: Survivor macht genau diesen Unterschied zum Kern seiner Alien-Schädlingsbekämpfung: Jeder Griff zur Spitzhacke ist auch eine Kampfentscheidung.
Hier geht es um Funday Games’ Solo-Auto-Shooter aus der Vogelperspektive, nicht um den Koop-Shooter Deep Rock Galactic. Dein Zwerg schießt automatisch, während du steuerst, gräbst und Verbesserungen kombinierst. Der Clou: Die lukrativste Route ist auffallend oft auch die gefährlichste.

Die Spitzhacke als Fluchtplan
Läufst du gegen Fels, legt dein Zwerg los. Ein Mineralvorkommen ist damit mehr als ein Belohnungssymbol: Du musst den nötigen Aufenthalt einplanen, während der Schwarm näher rückt. Eine Abkürzung freizugraben kann klüger sein, als die Gegner außen herum abzuhängen.
Dieselbe Freiheit kann zur Falle werden. Ein Tunnel spart Strecke, beschränkt aber deine Ausweichmöglichkeiten, besonders wenn du losgräbst, ohne hinter dich zu schauen. Sorge für einen Ausgang, bevor du dem letzten verlockenden Nugget nachjagst. Geologischer Enthusiasmus ersetzt keine Panzerung.
Prozedural erzeugte Höhlen stellen diese Rechnung immer wieder neu auf. Du liest Ressourcen, Lücken und Ziele in deiner Umgebung, statt eine auswendig gelernte Runde abzuspulen. Abbaugeschwindigkeit und Sammelradius verdienen deshalb Aufmerksamkeit: Sie können die gefährliche Zeit beim Einsammeln verkürzen.

Automatische Waffen, durchdachte Builds
Das übliche Arsenal mit vier Waffen bietet unterschiedliche Möglichkeiten, deine Route abzusichern. Direktfeuer, Drohnen und Flächeneffekte lösen verschiedene Probleme. Ein Build, der einen dicht besetzten Zugang leerfegt, kann dennoch schwächeln, wenn ein Boss anhaltenden Schaden und Bewegungsfreiheit verlangt.
Beim Stufenaufstieg entscheidest du zwischen dem Ausbau vorhandener Stärken und dem Ausgleich von Schwächen. Mehr Schaden ist willkommen, doch eine weitere Drohne oder schnelleres Nachladen kann die Abdeckung verändern. Lies nach, welche Waffe oder welches Tag profitiert, bevor dich die Seltenheitsfarbe blendet.
Overclocks vertiefen das Ganze, indem sie das Verhalten von Waffen verändern. Update 1.1 erweiterte außerdem die Tag-Synergien, etwa um Sidearm und Favourite. Zusammenpassende Entscheidungen können mehrere Waffen stärken. Der Reiz liegt in einem funktionierenden System statt in vier voneinander unabhängigen Krachmaschinen.

Der Laden erklärt die Gier
Gold und Nitra finanzieren den Laden zwischen den Abschnitten, in dem Waffenupgrades mit anderen Verbesserungen konkurrieren. Gold bezahlt auch Heilung und neue Zufallsauswahlen. Ein Umweg lohnt sich eher, wenn er das fehlende Upgrade ermöglicht, und weniger, wenn du danach ärztliche Hilfe brauchst.
Entscheidend ist, was der nächste Abschnitt verlangt. Eine schwache Waffe aufpäppeln, ein gemeinsames Tag stärken oder Gold zum Heilen zurückhalten? Der Laden-Screenshot zeigt den Konflikt herrlich klar: mehrere attraktive Karten, zwei begrenzte Guthaben und kein Mitarbeiterrabatt auf Optimismus.

Aufträge verändern den Kampf
Elimination gibt der vertrauten Eskalation ein konkretes Ziel: Bedrohungen ausschalten, den Auftrag erfüllen und die Evakuierung erreichen. Schnellere Boss-Siege bringen bessere Truhenbelohnungen. Das schafft einen Grund, den Kampf zu beenden, statt ihn für zusätzliche Ressourcen endlos hinauszuzögern.
Escort Duty verändert die räumlichen Anforderungen. Der Drilldozer B0b-33 braucht Ölschiefer und fährt nur, wenn du in seiner Nähe bleibst. Gehst du weg, hält er an. Die steigende Alien-Bedrohung sorgt allerdings dafür, dass daraus keine unbegrenzte Mittagspause wird.
Das bewegliche Ziel belohnt Gegnerkontrolle und gute Positionierung. Später kommen am Ommoran-Herzstein Beamer hinzu, die deine Spitzhacke verlangen. Du jonglierst mit Treibstoff, Schwärmen und Maschinen, statt mit jedem Build bloß dieselbe Aufgabe in Form eines Bosses zu lösen.

Eine Karriere mit Papierkram
Fortschritt verteilt sich auf Waffenfreischaltungen, dauerhafte Verbesserungen, Missionsziele, Meisterschaften und Ausrüstung. Die Missionsübersicht arbeitet mit Sektoren und Toren und gibt wiederholten Tauchgängen konkrete Ziele. Das schafft Orientierung; bis zur nächsten Herausforderung kann allerdings zusätzliche Checklistenarbeit nötig sein.
Ausrüstung bildet die größte zusätzliche Ebene. Sechs Kategorien decken Verteidigung, Kampf, Sammeln und Bosco-Verbesserungen ab. Seltenheitsstufen und besondere Eigenschaften ermöglichen Loadout-Entscheidungen zwischen Einsätzen. Einzelne Teile lassen sich mit Credits und Mineralien aufwerten, weshalb mitgebrachte Ressourcen weiterhin mehrere Systeme versorgen.
Mit Version 1.0 entfielen Morkite-Reaktorkerne; grundlegende Meisterschaftsboni hängen seitdem nicht mehr vom wiederholten Aufstieg durch Gefahrenstufen ab. Spätere Meisterschaftsbelohnungen liefern weitere Ziele. Zu tun bleibt genug, aber alte Guides über die entfernte Währung führen Rückkehrer schnell in den falschen Stollen.

Hilfreiche Optionen im Feuerwerk
Der praktische Haken ist die Übersicht. Glyphiden, Schadenszahlen und überlappende Effekte können den Blick auf deinen Fluchtweg verstellen. Der Regler für visuelle Effekte ist deshalb sinnvoll: Reduziere das Spektakel, wenn es eine Lücke verdeckt. Maximales Feuerwerk ist schließlich keine Dienstpflicht.
Auf dem PC speichert ein laufender Durchgang jetzt beim Betreten des Ladens und wird ab diesem Besuch fortgesetzt. Unterbrechungen fallen damit weniger hart aus. Das ist allerdings ein Sicherheitsnetz zwischen Abschnitten, keine Zusage, jede Sekunde eines chaotischen Gefechts festzuhalten.
Was im Hauptspiel steckt
Der Endlosmodus gehört bereits zum kostenlosen Update 1.1, das im April 2026 zusammen mit Heavy Duty erschien. Schnellere Anfangsabschnitte, ein Limit von fünfzehn Artefakten und deutlich stärkere Eskalation nach Abschnitt zehn prüfen fertige Builds, ohne den Kauf der Erweiterung vorauszusetzen.
Heavy Duty ergänzt separat den Demolisher, Egg Hunt und Glacial Strata. Diese Inhalte gehören nicht zum Hauptspiel. Das im September 2026 angekündigte Knockout steht zum Stichtag dieses Tests, dem 14. Oktober, noch aus. Seine Brawler-Klasse fließt weder in Wertung noch Kaufempfehlung ein.
Ein separater Kauf für unterwegs
Die iPhone- und iPad-Fassung ist eine eigene Portierung; Piktiv übernimmt die mobile Entwicklung. Kostenlos ausprobieren lassen sich der Scout, Elimination und Crystalline Caverns auf Gefahrenstufe 1. Das vollständige Spiel wird einmalig freigeschaltet und unterstützt Hoch- wie Querformat.
In den US-Stores kostet das PC-Hauptspiel regulär 12,99 US-Dollar, die iOS-Vollversion ebenfalls 12,99 US-Dollar. Mobile Extras werden separat angeboten. Nutze die Testversion vor dem Kauf als Gerätecheck, besonders wenn dich dicht gestaffelte Kampfeffekte stören.
Der iOS-Eintrag verlangt iOS beziehungsweise iPadOS 17 und ein kompatibles Gerät mit mindestens A12 Bionic. Controller werden unterstützt. Die Update-Historie dokumentiert Stabilitätsarbeiten sowie einen Kompatibilitätsmodus mit weniger Effekten. Die Testversion bleibt damit sinnvoll: Ein unterstütztes Gerät garantiert keine bestimmte Bildrate.
Stärken
- Bergbau verändert Wege und Kampfräume, statt die Action nur zu unterbrechen.
- Waffen, Tags und Overclocks ermöglichen sinnvolle Build-Entscheidungen.
- Unterschiedliche Missionen und der kostenlose Endlosmodus erweitern das Hauptspiel.
Schwächen
- Dichte Schwärme und Effekte können die Routenübersicht erschweren.
- Ausrüstung, Tore und Freischaltziele verlangen zusätzliche Wiederholungen.
- Mobile Vollversion und kostenpflichtige Erweiterungen sind separate Käufe.
Für wen geeignet
- Spieler, die beim Bewegen mehr entscheiden möchten als die Laufrichtung im Kreis.
- Build-Tüftler mit Freude an langfristigen Freischaltungen.
- Solo-Bergleute statt Gruppen auf der Suche nach Deep-Rock-Koop.
Fazit
Survivor überzeugt, weil sich die Arena umbauen lässt. Bergbau, Einkaufen und Überleben greifen bei denselben Entscheidungen ineinander; Waffen und Ausrüstung verleihen ihnen langfristige Folgen. Wer bloßes Kreiselaufen auf leerer Fläche zu dünn findet, bekommt hier erfreulich viel Substanz.
Dafür musst du einen vollen Bildschirm und einen ausgedehnten Fortschrittsmarathon in Kauf nehmen. Empfehlenswert ist das für Routenplaner, Build-Tüftler und Freunde zunehmend kniffliger Aufträge. Soll dein ideales Survivor-Spiel mit fertigem Arsenal von allein laufen, hat Hoxxes andere Arbeitsbedingungen.
PC-Hauptspiel
Testwertung: 8.7 / 10
- Kampf
- 8.9 / 10
- Fortschritt
- 8.8 / 10
- Bedienbarkeit
- 8.1 / 10
- Gegenwert
- 8.8 / 10
Windows-PC-Hauptspiel; kostenpflichtige Erweiterungen sind von dieser Wertung ausgenommen.
Enthält die kostenlosen Ergänzungen aus Update 1.1 einschließlich Endlosmodus.
iPhone- / iPad-Version
Testwertung: 8.5 / 10
- Kampf
- 8.9 / 10
- Fortschritt
- 8.8 / 10
- Bedienbarkeit
- 7.7 / 10
- Gegenwert
- 8.5 / 10
Separate Portierung für iPhone und iPad von Piktiv, veröffentlicht von Ghost Ship Publishing.
Begrenzte kostenlose Testversion; Vollversion und Erweiterungen werden separat gekauft.
Der öffentliche App Store zeigt 1.2.15; Apples Lookup-API lieferte bei der Prüfung noch 1.2.14.
Die Testwertung ist der Mittelwert der anwendbaren Werte für Kampf, Fortschritt, Bedienbarkeit und Gegenwert, einmal auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Eignung für eine Vergleichsliste zählt nicht dazu.
Hat Deep Rock Galactic: Survivor einen Koop-Modus?
Nein. Survivor ist ein Einzelspieler-Auto-Shooter aus der Vogelperspektive. Das ursprüngliche Deep Rock Galactic ist ein separates Spiel mit Koop-Modus. Der Kauf von Survivor enthält weder das Original noch dessen Mehrspielermissionen.
Muss man selbst zielen und schießen?
Die Waffen feuern automatisch. Du entscheidest vor allem über Bewegung, Bergbau, Positionierung und Upgrades, darunter die Kombination von Waffen und Overclocks. Automatisches Schießen nimmt dir den Abzug ab, nicht die Kontrolle über den verfügbaren Raum.
Ist der Endlosmodus auch ohne Heavy Duty enthalten?
Ja. Er erschien mit dem kostenlosen Update 1.1 parallel zum kostenpflichtigen Heavy Duty. Die Demolisher-Klasse, die Mission Egg Hunt und das Biom Glacial Strata gehören dagegen zur Erweiterung und sind nicht im Hauptspiel enthalten.
Kann man einen PC-Durchgang unterbrechen und später fortsetzen?
Ja. Das dokumentierte PC-Checkpoint-System speichert beim Betreten des Ladens und setzt zu Beginn dieses Besuchs fort. Beende vor dem Aussteigen den aktuellen Abschnitt, wenn dessen Fortschritt noch enthalten sein soll.
Ist die iPhone- oder iPad-Version komplett kostenlos?
Nein. Die kostenlose Testversion umfasst den Scout in Crystalline Caverns bei Elimination auf Gefahrenstufe 1. Das vollständige Spiel verlangt einen einmaligen Kauf; Erweiterungen kosten separat. Aktuelle örtliche Preise und Kompatibilität stehen im App Store.
Quellen
- Funday Games: offizielle Spielübersicht ·
- Steam: PC-Hauptspiel und offizielle Screenshots ·
- Funday Games: Veröffentlichung von 1.0 und Fortschrittsänderungen ·
- Funday Games: Escort Duty erklärt ·
- Funday Games: Ausrüstungssystem erklärt ·
- Funday Games: Torüberarbeitung und Effekteregler ·
- Funday Games: Laden-Checkpoints und Ausrüstungsverbesserungen ·
- Funday Games: Heavy Duty und kostenloses Update 1.1 veröffentlicht ·
- Funday Games: Balance und Fehlerbehebungen im Juni 2026 ·
- Funday Games: mobile Portierung und kostenloses Testmodell ·
- App Store: Versionshistorie und Kaufoptionen für iPhone und iPad ·
- Funday Games: Knockout-Ankündigung ·
- Steam: das ursprüngliche Koop-Spiel Deep Rock Galactic ·