Soulstone Survivors im Test: Der Build kommt mit nach Hause
Irgendwann kommen keine Monster mehr. Die Ideen für neue Builds sind deutlich weniger höflich.
Zombie Defence Editorial Team ·
Auf Grundlage offizieller Dokumentation und Gameplay-Bilder.
Soulstone Survivors reagiert herrlich unvernünftig auf einen fertigen Build: Es reicht euch die nächste Schicht. Eure Arena-Skills gehören zu einer Figur, die eine Waffe trägt, und beide unterliegen Runen und permanenten Verbesserungen. Irgendwo unter diesem Konstrukt möchte ein Monster Beschwerde einlegen.
Der Reiz besteht nicht bloß darin, den Bildschirm mit Schaden zu füllen. Ihr versteht, warum dieser Schaden entsteht, und organisiert beim nächsten Mal eine bessere Katastrophe. Für Tüftler mit Action-RPG-Faible ist das eine einladende Werkstatt. Wer sein Survivor-Spiel möglichst unkompliziert mag, sollte genauer hinsehen.

Eure Füße haben weiterhin Arbeit
Angriffe laufen weitgehend automatisch, die Positionierung nicht. Rote Gefahrenzonen und überlappende Bossattacken halten euch in Bewegung, während die Skills ablaufen. Erfahrung einzusammeln bedeutet deshalb auch abzuwägen, ob sich ein bestimmtes Stück Boden gerade betreten lässt.
Ein Dash gibt der Bewegung einen deutlichen Akzent. Damit entkommt ihr einer ungünstigen Position oder überquert bedrohten Boden. Die Spannung ist angenehm direkt: Könnt ihr diese immer absurdere Maschine lange genug am Leben halten, damit sie ihre Arbeit erledigt?
Erst die Typen lesen, dann die Explosion bewundern
Die üblichen sechs Plätze für aktive Skills verlangen einen Kompromiss zwischen sofortigem Schaden und späteren Synergien. Skills besitzen mehrere, teils gemeinsame Typen, auf die Verbesserungen wirken können. Ein weiterer passender Angriff stärkt damit womöglich mehrere Teile des Builds. Ein beeindruckender Außenseiter braucht dagegen ganz andere Unterstützung.
Der Auswahlbildschirm zeigt die Abwägung deutlich. Earthquake bietet einen anhaltenden Flächeneffekt und Colossal; Seismic Shock verbindet einen gerichteten Treffer mit Prowess und Resilience. Das sind verschiedene Antworten auf Gegnergruppen, Positionierung und Buffs. Eine größere Schadenszahl hilft bei der Entscheidung, beantwortet aber längst nicht alles.

Prestige gibt einer Figur ein zweites Leben
Prestige ist die dauerhafte Entwicklung einer Figur, getrennt von den Leveln innerhalb eines Durchgangs. Darüber baut ihr den jeweiligen Talentbaum aus, während das umfassendere Verbesserungssystem weitere Ziele für euer Konto bereithält. Ein vertrauter Jäger entwickelt sich also bleibend weiter, auch wenn der einzelne Durchgang endet.
Die interessantere Belohnung sind Aufstiege: figurenspezifische Mechaniken, die euer Verhalten im Kampf verändern. Der Hound Master füttert Hunde, die stärker und hungriger werden; der Paladin sammelt göttliche Inspiration. Bewegung übernimmt dadurch eine zusätzliche Aufgabe für den Build und dient nicht nur dazu, roten Kreisen auszuweichen.
Dieser Unterschied zählt. Permanente Schadensboni können eine alte Herausforderung erleichtern; ein Aufstieg kann dieselbe Arena vor eine neue Aufgabe stellen. Dafür braucht es Wiederholungen, bevor eine Figur ihr volles Profil entfaltet. Den Kader auszuprobieren und einen Liebling auszubauen ist beides verlockend, zieht euch aber in unterschiedliche Richtungen.

Runen regeln das Kleingedruckte
Runen verändern die Bedingungen eures nächsten Experiments. Ihre Kosten verhindern grenzenloses Einkaufen, gespeicherte Konfigurationen bewahren vielversprechende Zusammenstellungen. Ihr legt die Einschränkungen fest, bevor die Arena ihre Lösungen anbietet.
Die aktuelle Rune Elemental Flow gibt Builds mit Schaden über Zeit bereits beim Auftragen ihrer Effekte einen sofortigen Ertrag. Generalist belohnt dagegen eine breite Auswahl an Skill-Typen. Die eine ermuntert zur Spezialisierung auf Schadenseffekte; die andere lässt euch nachzählen, wie viel Vielfalt tatsächlich in der Skill-Leiste steckt.
Deshalb lohnt bei älteren Build-Guides der Blick aufs Datum. Update 1.5d vom Juni 2026 änderte mehrere Runen und verhinderte, dass verkettete Skills mehrfach gewirkt werden. Der grundlegende Spaß bleibt: herausfinden, welche Regel der eigene Build ausnutzt. Alte Zahlen ungeprüft zu übernehmen ist weniger zuverlässig als der Blick in den aktuellen Tooltip.

Der Schmied liefert mehr als Zahlen
Waffen bestimmen Start-Skills und Boni. Eine andere zu schmieden kann deshalb den Einstieg einer Figur verändern. Spätere Verbesserungen geben weitere Gründe für den Werkstattbesuch. Artefaktkräfte erweitern das Werkzeugset des Charakters und machen Ausrüstungsfortschritt bedeutsamer als den Austausch einer kleinen Zahl gegen eine etwas größere.
Der Bildschirm für den Noxious Longbow vereint Waffenwerte, Start-Skill, Spezial-Skill und Artefaktkraft. Gegenüber steht die Materialrechnung. Ihr wählt damit gleichzeitig die Richtung für den Einstieg und ein längerfristiges Ausbauprojekt.
Legendäre Waffen sind längst kein bloßes Roadmap-Versprechen mehr. Das Update „The Last Arsenal“ vom März 2026 lieferte die noch fehlenden Modelle, darunter Waffen für Necromancer, Death Knight und Samurai. Sammler erhalten damit ein umfangreiches Ziel. Wer alles freischalten will, verwandelt das fröhliche Labor allerdings schnell in einen gut gefüllten Aktenschrank.

Titan Hunt gibt der Maschine ein Ziel
Die Void Fields liefern die grundlegende Arena-Schleife, während Endless und Overlord den Druck unterschiedlich weiter steigern. Titan Hunt bietet eine klarere Reise: durch instabile Portale ziehen, Herausforderungen abschließen, Void Fragments sammeln und das Siegel eines Titanen brechen, bevor ihr gegen die Kreatur dahinter antretet.
Die Titanenbelohnungen ergänzen eure Build-Überlegungen um besondere Kräfte, und der Modus führt in die größere Geschichte um den Void King. Das gibt dem Ganzen einen Zweck jenseits eines weiterlaufenden Timers. Eure aufwendige Zusammenstellung bekommt ein Ziel, das die Vorbereitung tatsächlich rechtfertigt.

Lasst dem Gegner etwas Bildschirm übrig
Dieselbe Fülle, die Builds spannend macht, kann das Schlachtfeld unübersichtlich werden lassen. Effekte, Schadenszahlen und Warnflächen konkurrieren um Aufmerksamkeit. Ein spektakulärer Angriff hilft weniger, wenn er den sicheren Weg verdeckt. Zum Glück gibt es einen Regler für die Sichtbarkeit von Spezialeffekten, den ihr früh suchen solltet.
Die Menütiefe ist der zweite Preis. Skill-Typen, Statuseffekte und Runenbedingungen summieren sich zur Vokabelstunde. Lernt zunächst eine Wechselwirkung nach der anderen. Für den ersten Durchgang braucht niemand einen Hochschulabschluss in lila Explosionen.
Kauft die Werkstatt, die heute schon steht
Dieser Test behandelt das PC-Hauptspiel auf Steam für Windows, macOS und Linux. Es verließ im Juni 2025 den Early Access. Bei der Recherche für diesen Test kostete es im US-Shop 14,99 US-Dollar vor Steuern. Das optionale Supporter Pack enthält kosmetische Extras; der Soundtrack wird ebenfalls separat verkauft.
Die Empfehlung gilt für Einzelspieler. Kauft es wegen wiederholbarer Build-Experimente, Charakterentwicklung und steigender Herausforderungen, nicht für eine gemeinsame Koop-Kampagne. Wenn ihr unsicher seid, ob diese Menge Menüarbeit euren Abend voller Monstermetzeln verbessert, ist die kostenlose Steam-Demo der praktische erste Schritt.
Stärken
- Skill-Typen verbinden einzelne Entscheidungen zu einem größeren Plan.
- Aufstiege geben Figuren unterschiedliche Aufgaben im Kampf.
- Waffen, Runen und Titanenkräfte liefern laufend neue Experimente.
- Die bereits veröffentlichten Inhalte des Hauptspiels bieten viel Raum zum Erkunden.
Schwächen
- Dichte Menüs und Fachbegriffe bremsen ungezwungenes Experimentieren.
- Mehrere Figuren auszubauen verlangt wiederholte Durchgänge.
- Große Effekte können gegnerische Angriffswarnungen überlagern.
- Nur Einzelspieler; kosmetische Extras und Soundtrack kosten zusätzlich.
Für wen geeignet
- Ideal für Action-RPG-Fans, die auch zwischen Durchgängen gern Synergien planen.
- Eine gute Wahl für Sammler mit Freude an figurenspezifischem Fortschritt.
- Weniger passend, wenn sofortige Einfachheit oder Koop im Vordergrund stehen.
Fazit
Soulstone Survivors überzeugt durch das Zusammenspiel seiner Systeme. Waffen geben eine Richtung vor, Runen verändern die Regeln, Skill-Entscheidungen entwickeln die Idee weiter und Aufstiege machen eine Figur zu mehr als einem Porträt. Der beste Grund zurückzukehren ist ein neues Experiment, nicht der nächste Prozentpunkt.
Diese Tiefe kostet Aufmerksamkeit: lesen, Menüs erneut durchgehen und akzeptieren, dass ein aufwendiger Build den Kampf verdecken kann, den er gewinnen soll. Klingt das nach unterhaltsamen Hausaufgaben, bietet das PC-Hauptspiel viel Spielraum. Klingt es nach richtigen Hausaufgaben, beginnt lieber mit der Demo.
PC-Hauptspiel
Testwertung: 8.6 / 10
- Kampf
- 8.7 / 10
- Fortschritt
- 9.4 / 10
- Bedienbarkeit
- 7.6 / 10
- Gegenwert
- 8.5 / 10
Steam-Fassung für Windows, macOS und Linux; Einzelspieler.
Vollveröffentlichung am 17. Juni 2025; bewertet wurden die dokumentierten Inhalte bis 1.5d.
Kosmetisches Supporter Pack und Soundtrack separat erhältlich; angekündigte Erweiterung ausgenommen.
Die Testwertung ist der Mittelwert der anwendbaren Werte für Kampf, Fortschritt, Bedienbarkeit und Gegenwert, einmal auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Eignung für eine Vergleichsliste zählt nicht dazu.
Ist Soulstone Survivors noch im Early Access?
Nein. Die Vollversion erschien am 17. Juni 2025. Dieser Test berücksichtigt danach veröffentlichte Inhalte des Hauptspiels bis zum dokumentierten Update 1.5d „Gift of the Veil“, statt die ursprüngliche Early-Access-Funktionsliste als aktuell auszugeben.
Was bleibt zwischen Durchgängen erhalten?
Charakter-Prestige, gekaufte Talentbaum-Fortschritte und freigeschaltete Ausrüstung unterstützen den nächsten Versuch. Die aktiven Skills und Verbesserungen eines Durchgangs bilden dessen vorübergehenden Build. Der permanente Fortschritt eröffnet weitere Möglichkeiten, den nächsten anzugehen.
Was unterscheidet Prestige von Aufstiegen?
Prestige ist die dauerhafte Fortschrittsleiste einer Figur. Aufstiege sind figurenspezifische Kräfte und Mechaniken, die über den Talentbaum entwickelt werden, etwa die Versorgung der wachsenden Hunde des Hound Master. Das eine erfasst Entwicklung, das andere verändert den Kampfstil.
Kann ich mit Freunden spielen?
Die hier bewertete Steam-Fassung ist ein Einzelspielerspiel. Kauft sie nicht in Erwartung von lokalem oder Online-Koop. Andere Projekte von Game Smithing haben eigene Mehrspielerpläne. Das sind separate Spiele, die diesem Kauf keinen Mehrspielermodus hinzufügen.
Brauche ich das Supporter Pack oder den kommenden DLC?
Das Hauptspiel enthält die hier bewerteten Spielsysteme und veröffentlichten Updates. Das Supporter Pack ist ein optionaler kosmetischer Zusatzkauf. Die angekündigte größere Erweiterung fließt nicht in die Bewertung ein; ihre künftigen Inhalte sind keine Voraussetzung für diese Empfehlung.
Quellen
- Steam: PC-Fassung, Plattformen, Preis und offizielle Screenshot-Galerie ·
- Game Smithing: offizieller Spielüberblick ·
- Game Smithing: neues Update „Gift of the Veil“ ·
- Game Smithing: neues Update „The Last Arsenal“ ·
- Game Smithing: neues Update „The Titan Hunt“ ·
- Game Smithing: neues Update „Community Skins“ ·
- Game Smithing: Veröffentlichung von Soulstone Survivors 1.0 – The Void King ·
- Game Smithing: neues Update „Hammer Time“ ·
- Game Smithing: „Path of Ascension“ veröffentlicht ·
- Game Smithing: großes Update „A New Beginning“ ·